Hans ALBERS

* 22.09.1891, Hamburg, Deutschland
† 24.07.1960, Kempfenhausen / Berg (Starnberger See), Bayern, Deutschland

Schauspieler * 1908 beginnt nach dem vorzeitigen Verlassen von Oberreal- und Realschule eine kaufmännische Lehre in einer Hamburger Chemikalien- und Farbhandlung * geht nach Frankfurt - arbeitet dort in einer Seidenfirma und nimmt gleichzeitig Schauspielunterricht * bekommt erstes Engagement in Bad Schandau - verpflichtet sich für eine Saison am Neuen Theater Frankfurt, geht anschließend für zwei Jahre nach Güstrow, spielt an einer mecklenburgischen Wanderbühne und einem Kölner Vaudeville-Theater und landet 1913 schließlich am Schiller-Theater in Hamburg-Altona * nach Kriegsdienst (und schwerer Verwundung) erhält ein Engagement am Residenz-Theater in Wiesbaden * ab 1917 tritt in Revuen und Operetten als Schauspieler, Sänger, Tänzer, Komiker und Artist an verschiedenen Berliner Bühnen auf * 1928 spielt seine erste "seriöse" Rolle als Kellner Tunichtgut in Verbrecher (Deutsches Theater) * 1931 übernimmt die Titelrolle in Franz Molnars Drama Liliom (Volksbühne) * nach der Machtergreifung der Nazis (1933) beendet vorläufig seine Bühnenkarriere * 1915-29 wirkt - vor allem in Nebenrollen - in über 100 Stummfilmen mit und spielt dabei Hochstapler, Schurken, Zuhälter, Ehebrecher, Liebhaber, Lebemann, galanter Charmeur und Mann von Welt * 1929 übernimmt die Hauptrolle im ersten deutschen Tonfilm Die Nacht gehört uns - in folgenden Jahren erhält Hauptrollen und verkörpert hauptsächlich freche Draufgänger, verwegene Abenteurer (Bomben auf Monte Carlo, 1931) und bedenkliche Führerfiguren (Flüchtlinge, 1933; Peer Gynt, 1934; Henker, Frauen und Soldaten, 1935; Carl Peters, 1940/41) * versucht sich dem nationalsozialistischen System so weit wie möglich zu entziehen (meidet gemeinsame Filmpremieren und Feste mit Parteigrößen der NSDAP bzw. zeigt sich nie an der Seite von hochrangigen NS-Funktionären) und zählt trotzdem zu den beliebtesten und höchstbezahlten männlichen Filmstars * gehört in den 30er bis 50er Jahren zu den berühmtesten deutschen Schauspielern ("Volksschauspieler") * nach Kriegsende kann seine Karriere fortsetzen und spielt nun auch wieder Theater (Liliom, 1946 & 1948; Mackie Messer in Die Dreigroschenoper, München 1949; Katharina Knie, 1957 & 1959/60) * trotz einiger Kassenerfolge (Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, 1954; Der Greifer, 1957/58) gelingt es ihm nicht mehr, an seinen Vorkriegsruhm anzuknüpfen * nimmt im Verlauf seiner Karriere zahlreiche erfolgreiche Schlagerplatten auf (fast alle von Albers eingespielten Schlager entstammen den Soundtracks seiner Filme)


"Ich bin nun mal ein Volksschauspieler. Ich weiß, daß ich wenig zu suchen habe in jenen höheren Sphären, in denen so viele meiner begabten Kollegen sich mühelos bewegen."


Er beherrschte weder das Schifferklavier, noch fuhr er jemals zur See - und dennoch verkörperte Hans Albers den liebenswerten Seebären wie kein zweiter. Schnodderig-charmante Lieder und Filme wie "Große Freiheit Nr. 7" und "Münchhausen" machten den Mann mit dem hypnotischen Blick nicht nur in seiner Heimatstadt Hamburg unsterblich. Am 22. September 1891 wird Hans Philipp August Albers als jüngstes von sechs Kindern in Hamburg geboren. Sein Vater hat es als Schlachtermeister zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Der blonde Hans wächst in St. Georg auf, nahe der Alster. Dort schrubbt er als Schuljunge Ausflugsboote, um sich seine wachsende Leidenschaft zu finanzieren: das Theater. So oft wie möglich besucht er das Deutsche Schauspielhaus und träumt von einer Schauspielkarriere. Auf Wunsch des Vaters beginnt er in Hamburg eine Kaufmannslehre und arbeitet in Frankfurt in einer Seidenfirma. Nebenher nimmt er heimlich Schauspielunterricht. Mit 20 hängt Hans Albers den Kaufmannsberuf an den Nagel, um seinen Traum zu realisieren. Doch Ein- und Aufstieg als Schauspieler erweisen sich als nicht leicht. Hans Albers sammelt erste Bühnenerfahrungen in Provinztheatern, malocht als Kulissenschieber. Kleinere Engagements führen ihn nach Frankfurt, Köln und zurück in die Heimatstadt: Am Hamburger Thalia Theater spielt er einen Leutnant. Er ergreift jede Chance, die sich ihm bietet, der junge Mann mit den blassblauen Augen und den blonden Haaren. Da Letztere jedoch immer spärlicher werden, zeigt sich Hans Albers in der Öffentlichkeit kaum noch ohne Toupet. 1915 wird Hans Albers zur Armee eingezogen. Im Ersten Weltkrieg dient er an der Ost- und Westfront, bis er verwundet wird und heimkehrt. Noch vor Kriegsende geht er, wieder gesund, nach Berlin, um in der quirligen Weltmetropole, als einer von Tausenden namenlosen Schauspielern, sein Glück zu versuchen. Er spielt alles, was er bekommen kann, mimt schmierige Frauenhelden und Schurken in Komödien, Operetten und Revues. Der erhoffte Durchbruch ist das nicht. "Ich musste 20 Jahre warten und schuften, bis meine große Chance kam", erinnert sich Hans Albers an die Zeit. Der junge Mann arbeitet unermüdlich, tagsüber wirkt er in Stummfilmen mit Titeln wie "Der falsche Dimitri" und "Saxophon-Susi" mit, abends steht auf der Bühne. Hans Albers liebt die Frauen, aber auch den Alkohol, doch trotz nächtlicher Exzesse treibt er seine Karriere diszipliniert voran. Nach einer Liaison mit der gefeierten Opernsängerin Claire Dux trifft er Anfang der 20er-Jahre die Liebe seines Lebens: Hansi Burg, die Tochter seines Freundes und Mentors Eugen Burg. Sie wird seine wichtigste Vertraute und Managerin. Im Oktober 1928, im Alter von 37 Jahren, wird Hans Albers über Nacht berühmt. Weil kurz vor der Premiere ein Schauspieler abspringt, erhält er eine Rolle in dem Stück "Die Verbrecher" am renommierten Deutschen Theater in Berlin unter dem Intendanten Max Reinhardt. Als skrupelloser Kellner avanciert Hans Albers zum Star des Stücks. Die Hauptstadt liegt ihm zu Füßen. Jetzt hagelt es plötzlich Angebote. Bedeutende Regisseure wie Erwin Piscator und Gustaf Gründgens reißen sich um den Mann mit der außergewöhnlichen Ausstrahlung. "Hinreißend leuchtet dieser Mensch von innerer, mutwilliger Freude, scheint zu jeglicher Tollheit bereit, scheint zu allem fähig, was fröhlich, überschäumend und dabei leise selbstparodistisch ist", formuliert es der Schriftsteller Felix Salten. In den frühen 30er-Jahren tritt der Tonfilm seinen Siegeszug an - und mit ihm Hans Albers. Seinen ersten Tonfilm "Die Nacht gehört uns" dreht er 1929, es folgen Dutzende weitere, darunter 1930 "Der blaue Engel" an der Seite von Marlene Dietrich, im selben Jahr "Hans in allen Gassen", 1931 "Bomben auf Monte Carlo" mit Heinz Rühmann sowie 1932 "Der Sieger". Der Schlager "Hoppla, jetzt komm ich", den Hans Albers darin singt, wird zum Gassenhauer. Er soll nicht der einzige sein: Ob "Flieger, grüß mir die Sonne" oder "Komm auf die Schaukel, Luise", mit seiner unverwechselbar schnoddrigen Stimme gelingt Hans Albers ein Schallplattenhit nach dem anderen. Anfang der 30er-Jahre, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, zieht er von Berlin nach Bayern, an den Starnberger See. "Dieser Albers ist ein Teufelskerl", notiert Joseph Goebbels bereits 1932. Die Nationalsozialisten, die kurze Zeit später in Deutschland an die Macht gelangen, kommen um den blonden, blauäugigen Mann, den "Vorzeige-Arier" und Kassenmagneten nicht herum. Sie ernennen ihn zum "Staatsschauspieler" und bewilligen ihm schwindelerregende Gagen. Doch Hans Albers lässt sich von den Nazis nicht vereinnahmen, geht demonstrativ auf Distanz. Trotzdem wirkt er in einigen Propagandastreifen mit. Zahlreiche seiner jüdischen Film- und Theaterkollegen werden verfolgt oder gar deportiert. Hans Albers schweigt darüber. Auch Hansi Burg flüchtet vor den Nazis ins Londoner Exil. Erst nach dem Krieg kehrt sie zu ihrem Lebensgefährten zurück. 1943 wird mit großem Pomp der Farbfilm "Münchhausen" gedreht. Als aberwitziger Lügenbaron avanciert Hans Albers endgültig zum Publikumsliebling. 1944 dreht Helmut Käutner den legendären Reeperbahn-Film "Große Freiheit Nr. 7", entgegen den Plänen Goebbels' ein eher leiser, melancholischer Film. Hier brilliert Hans Albers als ehemaliger Matrose und Trinker. Politisch kaum belastet, kann Hans Albers seine Karriere nach dem Zusammenbruch Nazi-Deutschlands nahtlos weiterführen. 1945 ist er bereits 54 Jahre alt. Forsche Liebhaber und Draufgänger verkörpert er nun nicht mehr, jetzt spielt er eher liebenswerte, väterliche Typen. Mit Filmen wie "Nachts auf den Straßen" 1951 oder "Vor Sonnenuntergang" 1956 kann Hans Albers sein Schauspieltalent erneut beweisen und an alte Erfolge anknüpfen. Andere Filme und Rollen geraten hingegen zu Flops, darunter "Das Herz von St. Pauli" 1957, ein blasser Abklatsch des Seemannsfilms "Große Freiheit Nr. 7". Auch in den 50er-Jahren dreht Albers weiterhin Filme wie "Der Tolle Bomberg" 1957. In den 50er-Jahren lässt der Erfolg langsam nach. Die Frauenschwärme und Filmidole sind inzwischen andere. Doch Hans Albers nimmt weiter Rollen an, auch im Theater. 1960 spielt er in Carl Zuckmayers Stück "Katharinas Knie" einen gealterten Zirkusdirektor. Hans Albers, der sich zeit seines Lebens nie doubeln ließ und die waghalsigsten Sprünge stets selber durchführte, besteht auch hier, im Alter von 69 Jahren, auf artistische Nummern. Im März bricht er bei einer Aufführung zusammen. Am 24. Juli 1960 stirbt er in einem Krankenhaus am Starnberger See. "Heimat ist da, wo einer stirbt, nicht da, wo einer lebt. Und wenn die Reihe mal an mir ist, dann soll es in Hamburg sein", hatte Hans Albers gesagt. Am 29. Juli wird er, geleitet von Tausenden Trauernden, auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf begraben. [Carina Werner, NDR, Juni 2010]

SOUND FILMS | TONFILME

Die Nacht gehört uns (1929-D; d: Carl Froelich, B: Walter Reisch, Walter Supper, K: Reimar Kuntze, Charles Metain, M: Hansom Milde-Meißner, D: HA-Harry Bredow, Charlotte Ander) 110m-Liebesfilm (Bühnenstück von Henry Kistemaekers) (09-?; 2912)

Der blaue Engel (1929/30-D * Josef von Sternberg ... Mazeppa) (Roman von Heinrich Mann) (11-01; 3004)

+ The Blue Angel (1929/30; d: Josef von Sternberg, B: Carl Winston, K: Günther Rittau, Hans Schneeberger, M: Friedrich Hollaender [=Frederick Hollander], D: Emil Jannings, Marlene Dietrich / HA-Mazeppa) 99m-Musikdrama (Roman von Heinrich Mann) (11-01; 3008) > englische Version

Der Greifer (1930-GB/D; R: Richard Eichberg, B: Rudolf Katscher, Egon Eis, Curt J. Braun, Max Ehrlich, Geza von Cziffra, K: Heinrich Gärtner, Bruno Mondi, M: Hans May, D: HA-Sergeant Harry Cross, Charlotte Susa) 87m-Krimi (04; 3009) > deutsche Version von Night Birds

Hans in allen Gassen (1930-D; d: Carl Froelich, B: Rudolf Frank, K: Franz Planer, ML: Hansom Milde-Meißner, D: HA-Hans Steindecker, Camilla Horn) 100m-Krimidrama (Roman von Ludwig Wolff) (09-10; 3012)

Drei Tage Liebe (1930/31-D; d+B: Heinz Hilpert, K: Otto Kanturek, M: Friedrich Hollaender, D: HA-Franz, Käthe Dorsch) 101m-Komödie (12-?; 3102)

Bomben auf Monte Carlo (1931-D; R: Hanns Schwarz, B: Hans Müller, Franz Schulz, K: Günther Rittau; Konstantin Irmen-Tschet, M: Werner R. Heymann, D: HA-Kapitän Craddock, Anna Sten, Heinz Rühmann) 105/11m-Komödie (Roman von Fritz Reck-Malleczewen) (04-06; 3108)

+ Monte Carlo Madness (1931; d: Hanns Schwarz, B: Hans Müller, Franz Schulz; Rowland V. Lee, K: Günther Rittau; Konstantin Irmen-Tschet, M: Werner R. Heymann, D: Sari Maritza, HA-Captain Erickson) 83m-Komödie (Roman von Fritz Reck-Malleczewen) (04-06; 3207) > englische Version

Der Draufgänger / Der Greifer (1931-D; R: Richard Eichberg, B: Richard Eichberg, Joseph Than, K: Heinrich Gärtner, Bruno Mondi, M: Hans May, D: HA-Hans Röder, Martha Eggerth) 86m-Krimi (Novelle von Franz Höllering) (09-10; 3111)

Der Sieger (1931/32-D; d: Hans Hinrich, Paul Martin, B: Leonhard Frank, Robert Liebmann, [Billy Wilder], K: Günther Rittau, M: Werner R. Heymann, D: Käthe von Nagy, HA-Hans Kühnert) 92m-Komödie (12-01; 3203)

Quick (1932-D; R: Robert Siodmak, B: Hans Müller, K: Günther Rittau, M: Hans-Otto Borgmann, Gerard Jacobson, D: Lilian Harvey, HA-Quick) 97m-Komödie (Bühnenstück von Felix Gandera) (03-04; 3208)

Der weiße Dämon (1932-D; d: Kurt Gerron, B: Philipp Lothar Mayring, Friedrich Zeckendorf, K: Carl Hoffmann, M: Hans-Otto Borgmann, D: HA-Heini Gildemeister, Gerda Maurus, Trude von Molo) 105m-Drama (06-08?10; 3211)

F.P. 1 antwortet nicht (1932-D * Karl Hartl ... Ellissen) (Roman von Curt Siodmak) (08-12; 3212)

Heut' kommt's drauf an (1932/33-D; d: Kurt Gerron, B: Philipp Lothar Mayring, Wolfgang Wilhelm, K: Bruno Mondi, MB/ML: Helmut Wolfes, D: HA-Hannes Eckmann, Luise Rainer) 86m (12-01; 3303)

Ein gewisser Herr Gran (1933-D; d: Gerhard Lamprecht, B: Philipp Lothar Mayring, Friedrich Zeckendorf, K: Eduard Hoesch, M: Hermann Schulenburg, D: HA-Herr Gran, Albert Bassermann, Rose Stradner) 101m-Agentenabenteuer (05-07; 3308)

Flüchtlinge (1933-D; R: Gustav Ucicky, B: Gerhard Menzel, K: Fritz Arno Wagner, M: Herbert Windt, D: HA-Arneth, Käthe von Nagy) 88m-Kriegsabenteuer (Roman von Gerhard Menzel) (07-09; 3312)

Gold (1933/34-D; R: Karl Hartl, B: Rolf E. Vanloo, K: Günther Rittau, Otto Baecker, Werner Bohne, M: Hans-Otto Borgmann, D: HA-Werner Holk, Brigitte Helm, Lien Deyers) 120m-Sci-Fi-Abenteuer (10-03; 3403)

Peer Gynt (1934-D; R: Fritz Wendhausen, B: Josef Stolzing-Czerny, Richard Billinger, Fritz Reck-Malleczewen, K: Carl Hoffmann, M: Giuseppe Becce, D: HA-Peer Gynt, Lucie Höflich) 113/20m-Abenteuerdrama (Bühnenstück von Henrik Ibsen) (08-11; 3412)

Varieté (1934/35-F/D; R: Nicolas Farkas, B: Nicolas Farkas, Rolf E. Vanloo, K: Victor Armenise, M: Hans Carste, D: HA-Pierre, Annabella, Attila Hörbiger) 85/96m-Zirkusfilm (Roman von Felix Hollaender) (12-?; 3509) > deutsche Fassung von Variétés

Henker, Frauen und Soldaten (1935-D; d: Johannes Meyer, B: Max W. Kimmich; Jacob Geis, K: Franz Koch, M: Peter Kreuder, D: HA-Rittmeister Michael von Prack/General Aleksej Aleksandrovič von Prack, Charlotte Susa) 121m-Kriegsdrama (Roman von Fritz Reck-Malleczewen) (06-08; 3512)

Savoy-Hotel 217 / Mord im Savoy (1936-D; R: Gustav Ucicky, B: Gerhard Menzel, K: Fritz Arno Wagner, M: Walter Gronostay, D: HA-Andrej Antonovič Volodkin, Brigitte Horney) 94/9m-Krimi (02-03; 3604)

Unter heißem Himmel (1936-D; R: Gustav Ucicky, B: Gerhard Menzel, K: Fritz Arno Wagner, M: Theo Mackeben, D: HA-Kapitän Franz Kellersperg, Lotte Lang) 101m-Abenteuer (08?10-11; 3612)

Der Mann, der Sherlock Holmes war (1937-D * Karl Hartl ... Morris Flint [Sherlock Holmes]) (03-05; 3707)

Die gelbe Flagge (1937-D; R: Gerhard Lamprecht, B: Helmut Brandis, Otto Linnekogel, K: Franz Koch, M: Giuseppe Becce, D: HA-Peter Diercksen, Olga Tschechowa, Dorothea Wieck) 93/6m-Abenteuer (Roman von Fred Andreas) (06-08; 3710)

Fahrendes Volk (1937-D/F; R: Jacques Feyder, B: Jacques Viot, Jacques Feyder; Bernard Zimmer, K: Franz Koch, Josef Illig, M: Wolfgang Zeller, D: HA-Fernand, Francoise Rosay, Camilla Horn) 107m-Zirkusdrama (09-?; 3807)

Sergeant Berry (1938-D; R: Herbert Selpin, B: Walter Wassermann, C.H. Diller [=Lotte Neumann]; Rudolf Klein-Rogge, K: Franz Koch, M: Hans Sommer, D: HA-Sergeant Mecki Berry, Herma Relin) 114m-Abenteuerkrimi (Roman von Robert Arden) (07-10; 3812)

Wasser für Canitoga (1938/39-D; R: Herbert Selpin, B: Walter Zerlett-Olfenius; Emil Burri, Peter Francke, K: Franz Koch, Josef Illig, M: Peter Kreuder, D: HA-Captain Oliver Montstuart/Nicholsen, Hilde Sessak, Charlotte Susa) 110/9m-Abenteuer (Bühnenstück von Georg Turner-Krebs=Hans J. Rehfisch) (12-02; 3903)

Ein Mann auf Abwegen (1939-D; R: Herbert Selpin, B: Harald G. Petersson, Walter Zerlett-Olfenius, K: Franz Koch, M: Franz Doelle, D: HA-Percival Pattersson, Hilde Weissner, Hilde Sessak, Charlotte Thiele) 85/90m-Abenteuerkomödie (Roman von Hans Thomas=Hans Zehrer) (09-11; 4002)

Trenck, der Pandur (1940-D; R: Herbert Selpin, B: Walter Zerlett-Olfenius, K: Franz Koch, M: Franz Doelle, D: HA-Baron von der Trenck, Käthe Dorsch, Sybille Schmitz, Hilde Weissner, Elisabeth Flickenschildt) 80/96m-Historienabenteuer (Bühnenstück von Otto Emmerich Groh) (01-04; 4008)

Carl Peters (1940/41-D; R: Herbert Selpin, B: Ernst von Salomon, Walter Zerlett-Olfenius, Herbert Selpin, K: Franz Koch, M: Franz Doelle, D: HA-Dr. Carl Peters, Karl Dannemann) 116m-Historiendrama (08-02; 4103)

Münchhausen (1942-D * Josef von Báky ... Baron Münchhausen) (4303)

Große Freiheit Nr. 7 (1943-D * Helmut Käutner ... Hannes Kröger) (4412)

...und über uns der Himmel (1947-D; R: Josef von Baky, B: Gerhard Grindel, K: Werner Krien, M: Theo Mackeben, D: HA-Hans Richter, Lotte Koch) 103m-Nachkriegsdrama (4712)

Föhn (1950-D; R: Rolf Hansen, B: Erna Fentsch, K: Richard Angst, M: Mark Lothar, D: HA-Dr. Johannes Jensen, Liselotte Pulver, Adrian Hoven) 86/106m-Drama (04-07; 5010)

Vom Teufel gejagt (1950-D; R: Viktor Tourjansky, B: Emil Burri, Viktor Tourjansky, K: Franz Koch, M: Franz Grothe, D: HA-Dr. Blank, Willy Birgel) 100/3m-Thriller (5010)

Blaubart (1951-F/CH/D; R: Christian-Jaque, B: Hans J. Rehfisch, Erich Kröhnke, Boris von Borresholm, K: Christian Matras, M: Werner Eisbrenner, D: HA-Blaubart, Cecile Aubry) 95m-Abenteuerkomödie (5111) > deutsche Version von Barbe-Bleue (1951-F/CH/D * Christian-Jaque)

Nachts auf den Straßen (1951-D * Rudolf Jugert ... Heinrich Schlüter) (Sommer + 10-11; 5201)

Käpt'n Bay-Bay (1952-D; R: Helmut Käutner, B: Heinz Pauck, Per Schwenzen; Helmut Käutner, K: Friedl Behn-Grund, M: Norbert Schultze, D: HA-Käpt'n Bay-Bay, Bum Krüger, Lotte Koch) 101m-Komödie (10-12; 5301)

Jonny rettet Nebrador (1953-D; R: Rudolf Jugert, B: Werner Jörg Lüddecke; Heinz Pauck, Per Schwenzen, K: Hans Schneeberger, M: Werner Eisbrenner, D: HA-Jonny/General Oronta, Margot Hielscher, Peter Pasetti) 96m-Abenteuer (Roman von Karl Lerbs) (08-10; 5311)

An jedem Finger zehn (1954-D * Erik Ode ... cameo) (5410)

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (1954-D * Wolfgang Liebeneiner ... Hannes Wedderkamp) (5412)

Der letzte Mann (1955-D; R: Harald Braun, B: Georg Hurdalek, Herbert Witt, K: Richard Angst, M: Werner Eisbrenner, D: HA-Karl Knesebeck, Romy Schneider) 105m-Melodram (5510)

Vor Sonnenuntergang (1956-D; R: Gottfried Reinhardt, B: Jochen Huth, K: Kurt Hasse, M: Werner Eisbrenner, D: HA-Mathias Clausen, Annemarie Düringer, Martin Held, Hannelore Schroth, Claus Biederstaedt) 103m-Familiendrama (Bühnenstück von Gerhart Hauptmann) (01-03; 5607)

I fidanzati della morte (Die Verlobten des Todes, 1956-I; R: Romolo Marcellini, B: Franco Solinas, Jacques Remy, Nicolo Ferrari, Gino De Santis, K: Aldo Giordani, M: Angelo Francesco Lavagnino, D: Sylva Koscina, Rik Battaglia, HA-Lorenzo, Margit Nünke, Gustavo Rojo) 90m-Sportdrama (5702)

Der tolle Bomberg (1957-D * Rolf Thiele ... Baron Gisbert von Bomberg) (frei nach Roman von Josef Winckler) (05-06; 5708)

Das Herz von St. Pauli (1957-D * Eugen York ... Jonny Jensen) (Roman von Eberhard von Wiese) (Spätsommer; 5712)

Der Greifer (1957/58-D; R: Eugen York, B: Curt J. Braun, K: Ekkehard Kyrath, M: Hans-Martin Majewski, D: HA-Otto Friedrich Dennert, Hansjörg Felmy, Susanne Cramer) 96m-Krimi (5803)

Der Mann im Strom (1958-D * Eugen York ... Paul Hinrichs) (Roman von Siegfried Lenz) (06-07; 5808)

13 kleine Esel und der Sonnenhof / 13 alte Esel (1958-D * Hans Deppe ... Josef Krapp) (Roman von Ursula Bruns) (5810)

Kein Engel ist so rein (1959/60-D; R: Wolfgang Becker, B: Eckart Hachfeld, K: Karl Löb, M: Erwin Halletz, D: Sabine Sinjen, HA-Dr. Zilinsky, Peter Kraus, Horst Frank, Gustav Knuth) 93m-Krimikomödie (12-01; 6002)

BOOKS

Uwe Jens Schumann: Hans Albers: seine Filme - sein Leben. München: Heyne, 1980 > 191 S. : zahlr. Ill. * Filmographie, Bibliographie, Register

Otto Tötter [Hg.]: Hans Albers: hoppla, jetzt komm ich!. Hamburg/Zürich: Rasch und Röhring, 1986 > 182 S. : überwiegend Ill. * Filmographie, Diskographie, Quellen

Hans-Christoph Blumenberg: In meinem Herzen, Schatz... : Die Lebensreise des Schauspielers und Sängers Hans Albers. Frankfurt/Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1991 > 134 S. : Ill. * Die Tonfilme von Hans Albers

Michaela Krützen: Hans Albers: Eine deutsche Karriere. Berlin / Weinheim: Beltz Quadriga, 1995 > 458 S. : Ill. * Literaturverzeichnis, Theaterrollen, Filmographie, Personenregister


Matthias Wegner: Hans Albers. Hamburg: Ellert & Richter, 2005

Er war schon zu Lebzeiten ein Mythos. Zahllose Legenden ranken sich um den blonden Hans. Seine rund 150 Filme, seine Lieder und seine umjubelten Bühnenauftritte machten ihn zu einem der beliebtesten Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Wo immer er auftauchte, stand er im Mittelpunkt. An Hans Albers (1891-1960) entzündeten sich die Träume und Sehnsüchte seiner nach Siegen dürstenden Zeitgenossen. Als Inbegriff des Draufgängers, der alle Hürden nimmt und Frauenherzen schmelzen lässt, ist er unvergessen. Über seine Filme weiß man viel, über sein Leben weniger. Matthias Wegner erzählt von Hans Albers mit kritischer Bewunderung, nimmt aber auch jene in den Blick, ohne deren Mitwirkung der Mythos kaum hätte entstehen können. Seine informative Biografie wirft ein neues Licht auf den Star von einst und rückt ihn uns wieder näher. Eine CD mit den bekanntesten Hans-Albers-Liedern liegt dem Band bei.

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