JFK (1991-USA | John F. Kennedy - Tatort Dallas)
credits
Regie
:
Oliver Stone
Drehbuch
:
Oliver Stone
:
Zachary Sklar
Buch (1988)
:
Jim Garrison
Buch (1989)
:
Jim Marrs
Kamera
:
Robert Richardson
Musik
:
John Williams
Produktion
:
A. Kitman Ho
:
Oliver Stone
(an) Ixtlan Corporation
(and) (an) A. Kitman Ho (production)
(presented by) Warner Bros. / ©
(in association with) Le Studio Canal+ / ©
[and] Regency Enterprises / ©
(and) Alcor Films
 
Jim Garrison
..
Kevin Costner
Willie O'Keefe
..
Kevin Bacon
Clay Shaw
..
Tommy Lee Jones
Susie Cox
..
Laurie Metcalf
Lee Harvey Oswald
..
Gary Oldman
Marina Oswald
..
Beata Poźniak
Bill Broussard
..
Michael Rooker
Lou Ivon
..
Jay O. Sanders
Liz Garrison
&
Sissy Spacek
Jack Ruby
»
Brian Doyle-Murray
Al Oser
..
Gary Grubbs
Numa Bertel
..
Wayne Knight
Julia Ann Mercer
»
Jo Anderson
Bill Newman
..
Vincent D'Onofrio
Lee Bowers
..
Pruitt Taylor Vince
 
Länge
  189m (c + bw)
Drehzeit
  April-Juli 1991
Drehorte
  Louisiana;
    Texas;
    Washington, D.C.
Kinostart
  Dezember 1991
  Januar 1992 (D)
Blu-ray
  November 2013
posterPolitthriller: Am 22. November 1963 wird der amerikanische Präsident John F. Kennedy während eines Besuchs in Dallas erschossen. Die Tat erschüttert nicht nur Amerika, sondern die ganze Welt - der charismatische und volksnahe Politiker gehörte zu den beliebtesten US-Präsidenten aller Zeiten. Als mutmaßlichen Todesschützen verhaftet man Lee Harvey Oswald (Gary Oldman). Aber noch bevor dieser vor Gericht aussagen kann, wird er von Jack Ruby (Brian Doyle-Murray) erschossen. Wollte man ihn vor seiner Vernehmung aus dem Weg räumen? Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison (Kevin Costner) stößt zwar auf Hinweise für eine politische Verschwörung hinter dem Kennedy-Mord, aber die Untersuchungen verlaufen im Sand. Drei Jahre später kommt eine staatliche Untersuchungskommission zu dem Schluss, dass der geistig umnachtete Oswald als Einzeltäter handelte. Doch Garrison stößt in dem Bericht auf eine Vielzahl von Ungereimtheiten und Widersprüchen. Er beginnt, erneut zu ermitteln, und verdächtigt bald den konservativen Geschäftsmann Clay Shaw (Tommy Lee Jones) aus New Orleans, an einer Verschwörung zur Ermordung Kennedys beteiligt gewesen zu sein. In der folgenden Zeit melden sich weitere Zeugen bei Garrison, deren Aussagen der offiziellen Einzeltäter-Version gravierend widersprechen. Die dramatischsten Hinweise bekommt der Ermittler jedoch von einem mysteriösen Insider aus Washington, der sich nur "X" (Donald Sutherland) nennt: Die liberale, auf Frieden ausgerichtete Politik des Präsidenten sei vielen mächtigen Männern ein Dorn im Auge gewesen. "X" erläutert Garrison, dass neben der CIA auch die Mafia, die Militärindustrie und hochrangige Politiker in das Mordkomplott verstrickt seien. Diese Erkenntnisse bestärken den idealistischen Staatsanwalt, trotz aller Widerstände und Rückschläge weiterzumachen. Im Jahr 1969 beginnt der aufsehenerregende Prozess gegen Clay Shaw. In einem furiosen Auftritt präsentiert Garrison seine minutiöse Theorie über die wahren Umstände des Kennedy-Attentats... [ARD, November 2015 | Poster/Verleih: Warner Bros., 1991] || Based on the books On the Trail of the Assassins by Jim Garrison (1988) and Crossfire: The Plot That Killed Kennedy by Jim Marrs (1989) * Filmed on location in New Orleans, Dallas and Washington D.C. * In (kleinen), im Vorspann nicht erwähnten Gastrollen [cameos] sind u.a. zu sehen: Edward Asner (als Guy Bannister), John Candy (als Dean Andrews), Jack Lemmon (als Jack Martin), Walter Matthau (als Senator Long), Tomas Milian (als Leopoldo), Joe Pesci (als David Ferrie) und Donald Sutherland (als Mr. X) * Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 200 Millionen Dollar war JFK ein großer Kassenerfolg. Darüber hinaus erhielt er den Golden Globe als Bester Film sowie Oscars für die Kameraarbeit und den Schnitt. Sechs weitere Oscar-Nominierungen gab es unter anderem in den Kategorien Beste Regie, Bestes Drehbuch und Bester Film. [ARD] * "Wer hat Kennedy getötet? Wer profitierte davon? Wer hat die Macht, ein solches Verbrechen zu decken?", lässt Regisseur Oliver Stone den von Kevin Costner gespielten Staatsanwalt in seinem Politthriller JFK fragen. Tatsächlich beantwortet Stone diese Fragen eindeutig - und weicht dabei deutlich von der offiziellen Version ab. Dementsprechend wurde dem streitbaren Regisseur in der Presse vorgeworfen, eine abstruse Verschwörungstheorie zu verbreiten. Was man von Stones Schlussfolgerungen auch halten mag, die im Wesentlichen auf den Thesen des echten Staatsanwalts Jim Garrison basieren, mit JFK ist ihm ein Meilenstein des Politthrillers gelungen, der auch formal zu den besten Filmen des Filmemachers zählt. Die eindrucksvolle Kameraarbeit von Robert Richardson, die rasante Montage und der beständige Wechsel zwischen unterschiedlichsten Filmformaten - von 16 mm bis 35 mm, von Farbe zu Schwarzweiß, Zeitlupe zu Zeitraffer - machten den Film zu einem der stilistisch einflussreichsten Werke der 1990er-Jahre. [BR]
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