Nixon (1995-USA | Nixon)
Stab Biografie: Der aus einer ärmlichen Krämerfamilie stammende 19-jährige Richard leidet an einem Schuldkomplex. Er kann nur deshalb studieren, weil die beiden älteren Brüder an Tuberkulose sterben und er ihren Platz einnimmt. Der schmächtige Richard wird von den reichen Studenten herumgeschubst, was seinen lebenslangen Hass auf die Kennedys schürt, denen alles in die Wiege gelegt wird, wofür er hart arbeiten muss. Als Richard Nixon (A.Hopkins) 1960 gegen Kennedy eine bittere Niederlage erfährt und 1962 bei den Gouverneurswahlen in Kalifornien verliert, verspricht er seiner Frau Pat (J.Allen), der Politik für immer den Rücken zu kehren. Nach dem Attentat auf Kennedy gewinnt der politisch Totgesagte wieder an Boden und zieht 1969 als 37. US-Präsident ins Weiße Haus ein. Der hoch ambitionierte Nixon setzt neue außenpolitische Akzente, indem er als erster amerikanischer Präsident Mao trifft und mit Brežnev über Abrüstung verhandelt. Trotz seiner politischen Erfolge avanciert er im Schatten des toten J.F. Kennedy zum bestgehassten US-Präsidenten. Sein Schuldkomplex und sein Machtinstinkt werden Nixon zum Verhängnis. Damit keine "subversiven" Artikel gegen ihn geschrieben werden können, lässt Nixon geheime Abhöreinrichtungen im Weißen Haus installieren, die alle Gespräche auf Tonband aufzeichnen. Als diese und andere illegale Aktivitäten im Zuge der "Watergate-Affäre" bekannt werden, leitet der Kongress ein Verfahren zur Amtsenthebung ein. Um dieser zuvorzukommen, tritt Nixon im August 1974 als erster Präsident der USA zurück... [MDR-Info | oc/c] Richard Milhous Nixon (1913-94), 37. Präsident der USA (1969-74); aus einer Quäkerfamilie irischer Abstammung, Jurist; diente 1942-46 als Marineoffizier im Südpazifik. Als Abgeordneter (1947-50) der Republikanischen Partei und Senator von Kalifornien (1951-53) kämpfte RN gegen die Korruption und trat als scharfer Gegner des Kommunismus auf. 1953-61 war RN unter D.D. Eisenhower Vizepräsident, 1960 unterlag er in den Präsidentschaftswahlen knapp J.F. Kennedy. Sein Sieg bei den Präsidentschaftswahlen über H.H. Humphrey und G.C. Wallace 1968 beruhte weitgehend auf der Hoffnung, er werde den Vietnamkrieg beenden und überkommene Rechts- und Ordnungsvorstellungen wieder beleben, sowie auf der Unzufriedenheit v.a. südstaatlicher Konservativer mit der Bürgerrechtspolitik der Demokraten. Mit seinem außenpolitischen Berater H.A. Kissinger (ab 1973 Außenminister) bemühte er sich um eine weltweite Umorientierung der amerikanischen Außenpolitik (Verbesserung der Beziehungen zu den kommunistischen Vormächten) und einen "ehrenhaften Frieden" im Vietnamkrieg. Um Letzteres zu erreichen, betrieb RN einerseits den Abbau des militärischen Engagements der USA in Vietnam, andererseits versuchte er mit der Intensivierung des Bombenkriegs die amerikanische Verhandlungsposition zu stärken und ordnete 1969 unter Umgehung des Kongresses die Bombardierung, 1970 die Invasion in das neutrale Kambodscha an. Daraufhin konnte erst nach langwierigen Verhandlungen im Januar 1973 ein Waffenstillstand mit Vietnam erreicht werden. RNs Reise nach Peking (Februar 1972) beendete die Periode der Nichtanerkennung der VR China. Ein Staatsbesuch in Moskau (Mai 1972) führte zum SALT-I-Abkommen und zu einer Vereinbarung über die Grundlagen der Beziehungen. Auf wirtschaftlichem Gebiet vermochte RN auch mit drastischen Maßnahmen (1971-74 Lohn- und Preisstopp, Importsteuer, Dollarabwertung u.a.) nicht, die Stagflation zu überwinden. Seine Politik der extremen Polarisierung der Öffentlichkeit führte u.a. zu einer Verlangsamung der Reformtätigkeit, besonders bei der Herstellung von Chancengleichheit für die Schwarzen. Als Verfechter von "law and order" und Repräsentant eines angesichts von Protestbewegungen u.a. Schwierigkeiten wachsenden Konservativismus wurde er am 07.11.1972 gegen G.S. McGovern mit großer Mehrheit wieder gewählt. Sein zunehmend autoritärer Regierungsstil belastete das Verhältnis zum Kongress schwer. Wegen der Watergate-Affäre erklärte RN als erster Präsident der USA am 08.08.1974 seinen Rücktritt (in Kraft am 09.08.), um einer Amtsenthebung durch Impeachment zuvorzukommen. Seine innenpolitisch umstrittene Begnadigung durch G.R. Ford entzog ihn am 08.09.1974 einer möglichen Strafverfolgung. [Brockhaus multimedial 2004]
Regie Oliver Stone
Drehbuch Stephen J. Rivele
  Christopher Wilkinson
  Oliver Stone
Kamera Robert Richardson
Musik John Williams
Produktion Clayton Townsend
  Oliver Stone
  Andrew G. Vajna
>> Illusion Entertainment Group
>> Cinergi
> für Hollywood Pictures
Rolle Darsteller
Richard (M.) Nixon Anthony Hopkins
Pat Nixon Joan Allen
Alexander Haig Powers Boothe
E. Howard Hunt Ed Harris
J. Edgar Hoover Bob Hoskins
John Mitchell E.G. Marshall
Ron Ziegler David Paymer
John Dean David Hyde Pierce
Henry Kissinger Paul Sorvino
Hannah Nixon Mary Steenburgen
John Ehrlichman J.T. Walsh
H.R. Haldeman James Woods
Clyde Tolson Brian Bedford
Charles Colson Kevin Dunn
Murray Chotiner Fyvush Finkel
Julie Nixon Annabeth Gish
Harold Nixon Tony Goldwyn
"Jack Jones" Larry Hagman
Nelson Rockefeller Ed/ward Herrmann
Martha Mitchell Madeline Kahn
Trini Cardoza Dan Hedaya
Manolo Sanchez Tony Plana
Johnny Roselli Tony Lo Bianco
Herb Klein Saul Rubinek
Frank Sturgis Robert Beltran
Gordon Liddy John Diehl
Bob John Cunningham
Earl John C. McGinley
[TV director] Michael Chiklis
junge Studentin Joanna Going
Richard Nixon (19jährig) David Barry Gray
Fred Buzhardt George Plimpton
Richard Nixon (12jährig) Corey Carrier
Kubaner John Bedford Lloyd
schwarzer Redner James Pickens(, Jr)
Sandy Bridgette Wilson
Mao Zedong/Mao Tse-Tung Ric Young
Länge 190m (c)
Drehzeit Mai-Juli 1995
Drehorte Washington, DC; California
Kinostart Dezember 1995
DVD Juni 2004
LA Film Critics Association Award für Joan Allen
home © midas 2015