credits |
Regie |
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Klaus Maria Brandauer |
Drehbuch |
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Burt Weinshanker |
Erzählung (1930) |
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Thomas Mann |
Kamera |
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Lajos Koltai |
Musik |
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Christian Brandauer |
Produktion |
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Jürgen Haase |
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Provobis Film [D] |
Roxy Film [D] |
Thorsten Näther Film [D] |
(mit) Flach Film [F] |
(und) Satel Film [A] |
(in Gemeinschaftsproduktion mit) |
ZDF [Zweites Deutsches Fernsehen, D] |
ORF [Österreichischer Rundfunk, A] |
Canal+ [F] |
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Herr Fuhrmann |
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Julian Sands |
Frau Fuhrmann |
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Anna Galiena |
Präfekt Angiolieri |
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Rolf Hoppe |
Sofronia Angiolieri |
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Elisabeth Trissenaar |
Silvestra |
» |
Valentina Chico |
Mario |
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Pavel Greco |
Sophie Fuhrmann |
» |
Nina Schweser |
Stefan Fuhrmann |
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Jan Wachtel |
Graziano |
» |
Philippe Leroy Beaulieu |
Pastore |
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Ivano Marescotti |
Principessa |
» |
Domiziana Giordano |
Francesco |
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Tony Palazzo |
Bürgermeister |
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Luigi Petrucci |
Arzt |
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Hans Stetter |
Marcello |
» |
Franco Concilio |
Christiana |
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Petra Reinhardt |
Cipolla |
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Klaus Maria Brandauer |
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Länge |
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125m (c) |
Drehzeit |
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Sept.-November '93 |
Drehort |
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Italien |
Kinostart |
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Dezember 1994 (D + A) |
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Januar 1996 (F) |
DVD |
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- |
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Gesellschaftsdrama: Als sich die weißen Rauchschwaden der Dampflokomotive verzogen haben, stehen der deutsche Schriftsteller Bernhard Fuhrmann (Julian Sands), seine Frau Rachel (Anna Galiena) und ihre Kinder Stephan (Jan Wachtel) und Sophie (Nina Schweser) verwirrt auf dem Bahnsteig. Niemand ist gekommen, um sie abzuholen und nach Torre di Venere zu bringen. Mit einem Pferdewagen fährt die Familie schließlich in das kleine italienische Seebad, in dem sie schon mehrfach unbeschwert Urlaub gemacht hat. Doch jetzt, in den späten zwanziger Jahren, scheint nur auf den ersten Blick alles beim Alten geblieben zu sein. Graziano (Philippe Leroy Beaulieu), der Direktor des "Grand Hotel", begrüßt die Fuhrmanns mit echter Freude. Der traditionelle Wettlauf der Kellner, die mit einem vollen Tablett - durch die Gassen von Torre di Verene rennen müssen, findet wie gewohnt statt. Den Startschuss gibt Silvestra (Valentina Chico), den Fuhrmanns noch als kleines Mädchen bekannt. Jetzt ist aus ihr eine schöne junge Frau geworden. Das bemerkt auch Mario (Pavel Greco), der allseits beliebte junge Kellner und Favorit des Rennens. Er hat kein Glück: Im "Grand Hotel" findet am Abend ein rauschendes Fest zum Gedenken an die antike Göttin Vesta statt. Die Fuhrmanns sitzen am Tisch von Signora Sofronia Angiolieri (Elisabeth Trissenaar), der Tante Silvestras. Am anderen Tag gibt es am Strand die ersten Irritationen. Der dickliche und verwöhnte Sohn des Principe und der Principessa zertritt die schönen Sandburgen der "Ausländerkinder" Stephan und Sophie Fuhrmann. Durch die von Hitze flimmernde Luft peitschen Schüsse: Die Principessa (Domiziana Giordano) vertreibt sich die Zeit mit Tontaubenschießen. Beim Abendessen muss Fuhrmann erstaunt feststellen, dass der stellvertretende Direktor des "Grand Hotel" ihm keinen der Tische auf der Terrasse geben will, aber wenig später dorthin die adeligen italienischen Gäste hofiert. In der Nacht wird Fuhrmann von ihm mit der Beschwerde italienischer Gäste konfrontiert, die sich angeblich durch den kaum vernehmbaren Husten Stephans belästigt fühlen. Fuhrmann besteht auf einer Untersuchung durch einen Arzt. Das Ergebnis: Eine Ansteckungsgefahr ist nicht gegeben. Beim Bummel über den Markt am nächsten Tag fällt Rachel Fuhrmanns Blick auf eine schwerfällige Gestalt, die eine eigenartige Verbeugung vor ihr macht. Die sehnsuchtsvollen Augen gehören Cipolla (Klaus Maria Brandauer), dem Zauberer. Im Hotel findet Fuhrmann eine Einladung des Kultusministers. Gleich darauf teilt ihm der stellvertretende Direktor mit, man müsse sie in ein Nebengebäude des Hotels verlegen, wegen der "akustischen Nebeneffekte" von Stephans Husten. Die Fuhrmanns beschließen daraufhin, das Angebot von Signora Angiolieri anzunehmen, in ihrer Villa zu wohnen. Signor Angiolieri (Rolf Hoppe) ist der neue Polizeichef. Am Abend gibt der Zauberer Cipolla auf dem Marktplatz kleine Kostproben seiner Kunst. Stephan und Sophie berichten beim Frühstück begeistert davon. Singend waschen Christiana (Petra Reinhardt) und Marcello (Franco Concilio) den ohne Korsett völlig hilflosen Cipolla. Als der Kellner Mario und Stephan Fuhrmann, die sich aus früheren Jahren gut kennen, Eis bringen, ist Cipolla sehr erfreut und verspricht Mario, ihm die schönsten Mädchen des Ortes gefügig zu machen. Am Strand kommt es zu einem Eklat, als Sophie Fuhrmann, die von italienischen Jungen mit Sand beworfen wurde, in aller Unschuld ihren Badeanzug wäscht: Bedrohlich sammeln sich die italienischen Badegäste um das "schamlose" Ausländerkind. Schließlich tauchen sogar zwei Polizisten auf. Fuhrmann muss auf dem Polizei-Kommissariat erscheinen: Dort bedauert Angiolieri, dass ihm die Hände gebunden sind. Aber fünfzig Lire schaffen die Sache zu Fuhrmanns Erstaunen aus der Welt. Am Abend findet ein großes Fest zu Ehren des Polizeichefs statt. Das Feuerwerk gerät arg martialisch. Rachel Fuhrmann will fort. Doch Fuhrmann möchte den Kultusminister nicht düpieren und in Rom seinen Vortrag über die Verantwortung des Schriftstellers halten. In der Nacht wird die Leiche des Hoteldirektors gefunden: Selbstmord lautet die offizielle Todesursache. Rachel fleht ihren Mann an, sofort abzureisen. Doch seine Kinder betteln darum, wenigstens noch einen Tag zu warten: Cipolla hat für den Abend seinen großen Auftritt angekündigt. In einem Schuppen, in dem früher Boote aufbewahrt wurden, zaubert Marcello eine Taube aus einem brennenden Topf, Christiana präsentiert sich als Scharfschützin. Erst danach zelebriert Cipolla seine billigen magischen Künste. Die Stimmung droht umzuschlagen, als ein junger Mann in den Schuppen stürmt und von Cipolla verlangt, er solle offenbaren, wer Graziano ermordet hat. Cipolla fängt sich schnell, holt Mario aus dem Publikum, versetzt ihn in Trance, dann Silvestra, hypnotisiert auch sie. Cipolla lässt nicht locker, setzt seine ganzen Kräfte ein. Als sie wieder zu sich kommen, nennt Silvestra Cipolla schreiend ein Monster, greift nach Christianas Pistole, schießt, Cipolla zuckt zusammen, doch es ist nicht der Zauberer, der getroffen worden ist!... [ZDF, 2005] || Mario und der Zauberer ist eine freie Verfilmung der gleichnamigen Erzählung (143 Seiten) von Thomas Mann aus dem Jahre 1930. |
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