Das Mädchen Rosemarie (1958-D)
credits
Regie
:
Rolf Thiele
Drehbuch
:
Erich Kuby
:
Rolf Thiele
Mitarbeit
:
Rolf Ulrich
:
Jo Herbst
Kamera
:
Klaus von Rautenfeld
Musik
:
Norbert Schultze
Gesamtleitung
:
Luggi Waldleitner
(eine) Luggi Waldleitner (Produktion)
(für) Roxy Film
 
Rosemarie
..
Nadja Tiller
Fribert
..
Peter van Eyck
Hartog
..
Carl Raddatz
Generaldirektor Bruster
..
Gert Fröbe
Marga
»
Hanne Wieder
Eveline
..
Helen Vita
Nakonski
..
Werner Peters
Oelsen
»
Tilo von Berlepsch
von Killenschiff
..
Erik von Loewis
Do
..
Karin Baal
Kleie
..
Hubert von Meyerinck
Walter
»
Jo Herbst
Frau Hartog
..
Ruth Hausmeister
Schmidt
..
Arno Paulsen
?
..
Florentine Castell
Horst
&
Mario Adorf
Michael Runge
..
Horst Frank
 
Länge
  101m (bw)
Drehzeit
  Mai-Juni 1958
Drehorte
  Berlin;
  München;
  Frankfurt am Main
Atelier
  CCC-Studios, Berlin
Kinostart
  August 1958
DVD
  Oktober 2009
posterKrimidrama: Mit ihrem Bruder Horst (Mario Adorf) und dessen Freund Walter (Jo Herbst) zieht Rosemarie (Nadja Tiller) durch Frankfurt. Seinen Lebensunterhalt verdient das Trio durch Gesang in Straßen und Hinterhöfen. Eines Tages singen sie auf dem Hof eines Frankfurter Hotels, in dessen Konferenzzimmer gerade eine Gruppe mächtiger lndustrieller tagt. Die Musik Iockt Generaldirektor Bruster (Gert Fröbe) ans Fenster. Er bemerkt die attraktive Rosemarie und will sich mit ihr verabreden. Statt ihm winkt Rosemarie jedoch einem anderen Industriellen zu: Konrad Hartog (Carl Raddatz) aus Essen. Zwischen ihm und Rosemarie entwickelt sich ein Verhältnis. Hartog finanziert ihr eine teure Wohnung und schickt ihr regelmäßig Geld. Das wirtschaftliche Entwicklungsprojekt, das die Industriellen, genannt das "Isoliermatten-Kartell", gemeinsam verwirklichen wollen, stößt auf internationales Interesse. Die französische Konkurrenz schickt Alfons Fribert (Peter van Eyck), der die deutschen Absichten erkunden soll. Doch die deutsche Seite durchschaut Friberts Vorhaben. Bei einer Feier des exklusiven Industriellenklubs soll Friberts Debüt stattfinden. Auf seiner Fahrt dorthin trifft er Rosemarie, die er zu der Festlichkeit einlädt. Nach ihrer Ankunft zieht sich Hartog zurück. Rosemarie wird von den Industriellen umschwärmt. Zum ersten Mal erlebt das Mädchen einen durchschlagenden Erfolg bei reichen und mächtigen Männern. Fribert, der ihre Wirkung auf den Kreis beobachtet hat, nutzt dieses Interesse aus. Er erkennt, dass er mit Rosemaries Hilfe seine Absichten verwirklichen kann. Er bildet Rosemarie zur teuersten und smartesten Nutte der Bundesrepublik aus. Die Industriellen, die Rosemarie bald regelmäßig besuchen, ahnen zunächst nicht, dass ein Tonband alles aufzeichnet, was besprochen wird. Schon bald merken die Manager, dass Fribert über ihre Pläne Bescheid weiß... [BR, Dezember 2012 | Verleih: Neue Filmverleih GmbH, 1958] || Regisseur Rolf Thiele machte den authentischen, nie aufgeklärten Mord an der Frankfurter Lebedame Rosemarie Nitribitt, die am 1. November 1957 tot in ihrer Wohnung in Frankfurt aufgefunden wurde, zum Ausgangspunkt seiner Satire auf die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft. In einer Mischung aus Persiflage, Kabarett und Moritat wird mit großem Aufwand und glanzvoller Besetzung die Doppelmoral der bundesdeutschen Gesellschaft der Wirtschaftswunderzeit glossiert. * Der Regisseur selbst sagte in einem zeitgenössischen Interview: "Ich bediente mich eines Lustmordes, um ein Stückchen Gesellschaftskritik loszuwerden. Ich bediente mich gewisser Obszönitäten, um darauf hinzuweisen, wie obszön wir heute mit unserer Innerlichkeit vorgehen" (1963). [3SAT * BR]
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