Homo Faber | The Voyager (1990-D/F)
credits
Regie
:
Volker Schlöndorff
Drehbuch
:
Volker Schlöndorff
:
Rudy Wurlitzer
Roman (1957)
:
Max Frisch
Kamera*
:
Yorgos Arvanitis
:
Pierre Lhomme
Musik
:
Stanley Myers
Produktion
:
Eberhard Junkersdorf
(eine D * F Co-Produktion)
Bioskop-Film (München, D) / ©
Action Films (Paris, F)
(in Zusammenarbeit mit)
Stefi 2 / Home Video Hellas (Athen, GR)
 
Walter Faber
..
Sam Shepard
Sabeth
..
Julie Delpy
Hannah
..
Barbara Sukowa
Charlene
..
Traci Lind
Ivy
..
Deborra-Lee Furness
Herbert Hencke
»
Dieter Kirchlechner
Joachim
..
August Zirner
Kurt
..
Thomas Heinze
 
Länge
  117m (c)
Drehzeit
  März-Juni 1990
Drehorte
  New York (City), USA;
    Italien;
    Paris, F;
    Mexiko;
    Griechenland
Kinostart
  März 1991 (D)
  September 1991 (F)
DVD
  Februar 2009
posterDrama: Der Ingenieur Walter Faber (Sam Shepard) lernt auf einer Geschäftsreise Herbert Hencke (Dieter Kirchlechner) kennen. Als ihr Flugzeug in der Wüste notlanden muss, stellt sich heraus, dass dieser der Bruder von Fabers Studienfreund Joachim Hencke (August Zirner) ist, zu dem er die Verbindung verloren hat. Faber schließt sich Hencke an, der in den Dschungel von Guatemala unterwegs ist. Dort besitzt sein Bruder Joachim eine Tabakplantage. Am Ende einer gespenstischen Urwaldfahrt finden Faber und Hencke Joachims Leiche, der sich in seinem Büro erhängt hat. Zurück in New York verlässt Faber seine Geliebte Ivy (Deborra-Lee Furness) und tritt eine Schiffsreise nach Europa an. Während der einwöchigen Überfahrt lernt er die junge Elisabeth (Julie Delpy) kennen und verliebt sich in sie. Als das Schiff in Paris anlegt, beschließt er, Elisabeth zu begleiten, die ihre Mutter in Athen besuchen will. Auf der Reise findet Faber heraus, dass Sabeth, wie er Elisabeth nennt, die Tochter seiner ehemaligen Studienfreundin Hannah (Barbara Sukowa) ist. Faber hatte Hanna vor 21 Jahren heiraten wollen. Hanna hatte jedoch abgelehnt, da Faber lediglich von "deinem" statt "unserem gemeinsamen" Kind gesprochen hatte. Am Strand in der Nähe von Athen wird Sabeth von einer Schlange gebissen, stolpert und stürzt unglücklich. Faber bringt sie unter großen Mühen in ein Athener Krankenhaus. Obwohl ein Serum den Schlangenbiss erfolgreich behandeln kann, stirbt die junge Frau an einer nicht diagnostizierten Fraktur der Schädelbasis, eine Folge des Sturzes. Seit Sabeth im Krankenhaus liegt, wohnt Faber bei Hanna und erfährt von ihr, dass er Sabeths Vater ist und somit, dass er mit seiner Tochter Inzest begangen hat... [ARTE, Mai 2011 | Poster/Verleih: Tobis /Filmkunst/, 1991] || * Yorgos=Giorgos Arvanitis (für den europäischen Teil) & Pierre Lhomme (für den amerikanischen Teil) * Das Drehbuch entstand nach dem gleichnamigen Roman des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Bereits Mitte der 1970er-Jahre war die Verfilmung des Stoffes Volker Schlöndorff angeboten worden. Der lehnte damals jedoch ab, weil er Schwierigkeiten in der Umsetzung sah. Erst 1988 fand der Roman das Interesse Schlöndorffs, der nach eigenem Bekunden für ihn ein Meisterwerk der europäischen Literatur sei, an dem er nicht vorbeikomme. Nachdem die Filmrechte 30 Jahre lang durch verschiedene Hände gegangen waren und Anfang 1988 wieder an Max Frisch zurückgingen, kam ein Kontakt zwischen dem Schriftsteller und Volker Schlöndorff zustande. Anfang April 1990 begannen die Dreharbeiten. Im März 1991 kam der Film in die deutschen Kinos. In der Schweiz startete er am 12. Mai 1991, wenige Wochen nach Frischs Tod am 4. April. Es waren insbesondere die Leistungen der drei Hauptdarsteller, allen voran der amerikanische Autor und Schauspieler Sam Shepard, die bei der Kritik auf großes Lob stießen. Der Film wurde 1992 sowohl mit dem Deutschen (Bester Spielfilm) als auch mit dem Bayerischen (Produzentenpreis) Filmpreis ausgezeichnet. [ARTE]
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