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Katastrophendrama:
Frankfurt am Main, 3. Mai 1937. Das gigantische deutsche Passagierluftschiff "Hindenburg" startet zu seinem ersten Flug nach New York. Neben der Crew und den Reisenden befindet sich auch der Luftwaffen-Oberst Franz Ritter (G.C.Scott) an Bord. Der Grund: Nach Hinweisen auf einen geplanten Bombenanschlag von Gegnern des Naziregimes soll Ritter versuchen, den oder die Attentäter ausfindig zu machen und den Sabotageakt verhindern. Aus demselben Grund hat sich auch der Gestapo-Agent Martin Vogel (R.Thinnes) unter die ahnungslosen Passagiere gemischt, getarnt als harmloser Fotograf. Fieberhaft suchen die beiden Männer nach Spuren, überprüfen sämtliche Fluggäste und Crewmitglieder. An Bord befindet sich eine ganze Reihe verdächtiger Personen: darunter ein geheimnisvoller Deutschamerikaner (G.Young), den man für einen Spion halten könnte, zwei undurchsichtige Kartenspielprofis (B.Meredith, R.Auberjonois), ein Zirkusclown und Nazi-Gegner (R.Clary), der Zeichnungen der Hindenburg mit sich führt, und eine vornehme Gräfin (A.Bancroft), deren Besitz von den Nazis konfisziert wurde und die nun eine Flucht in die USA plant. Aber auch der linientreue Kapitän Pruss (C.Durning) und sein regimekritischer Kollege Lehmann (R.Dysart) geraten ins Visier von Ritter und Vogel. Erschwert wird die Suche durch Konflikte zwischen dem überzeugten Nazi Vogel und Ritter, der den Zielen und Methoden des Hitler-Regimes zunehmend skeptisch gegenübersteht. Schließlich gelingt es dem Oberst, den Bombenleger zu stellen. Dennoch kann er die Katastrophe nicht verhindern... [ARD, März 2016 | occ-nc] || Am 6. Mai 1937 ging das deutsche Luftschiff Hindenburg während des Landeanflugs auf Lakehurst bei New York in Flammen auf. Dutzende Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. * Obwohl die Geschichte des Anschlags fiktiv ist, basieren zahlreiche Charaktere auf realen Personen. Um das Gefühl der Authentizität zu verstärken, bediente sich Wise eines kongenialen Kunstgriffs, indem er historische Nachrichtenaufnahmen von der Hindenburg-Katastrophe in seinem Film einbaute. * Für seinen Film stützte sich Robert Wise auf den Bestseller «Die Hindenburg» von Michael M. Mooney, der die zumindest sehr nachvollziehbare Sabotagetheorie konsequent durchzieht. Aufwändig war schliesslich nicht nur die Besetzung, sondern auch die Dekoration. Allein für die Hindenburg wurden acht Tonnen Aluminium, 10'000 Meter Musslin, acht Kilometer Rollladenbänder und zwei Millionen Nieten verbraucht. Solcher Aufwand musste vorgezeigt werden. Im Film erstreckt sich denn auch die 34-Sekunden-Katastrophe über spannende zehn Minuten. [SRF] |