credits |
Regie |
: |
Wolfgang Panzer |
Drehbuch |
: |
Claus Hant
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: |
Dietmar Güntsche |
Roman (1998) |
: |
Thomas Hürlimann |
Kamera |
: |
Edwin Horak |
Musik |
: |
Patrick Kirst |
Produktion |
: |
Claudia Wick |
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: |
Benito Mueller |
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: |
Dietmar Güntsche |
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: |
Wolfgang Behr |
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: |
Wolfgang Müller |
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Abrakadabra Films [CH] / © |
Neue Bioskop Film [D] / © |
Barry Films [D+CH] / © |
(in Koproduktion mit) |
Eberhard Müller Filmproduktion [D] |
Broth Film [D] |
(und) Munich Animation Film [D] |
Schweizer Fernsehen SRG SSR Idée Suisse [CH] |
ARTE [D] |
Teleclub [CH] |
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Kater |
.. |
Bruno Ganz |
Dr. Stotzer [Pfiff] |
.. |
Ulrich Tukur |
Marie |
.. |
Marie Bäumer |
Dr. Bässler |
.. |
Christiane Paul |
Nuntius |
.. |
Edgar Selge |
Magun |
.. |
Justus von Dohnányi |
spanische Königin |
» |
Sabine Berg |
spanischer König |
.. |
Marek Kondrat |
Bobo Carluzzi |
» |
Antoine Monot, Jr. |
Matti |
.. |
Martin Rapold |
Feinstein, Schneider |
» |
Walo Lüönd |
Nationalrat |
.. |
Stefan Gubser |
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Länge |
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88m (c) |
Drehzeit |
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August-Oktober 2008 |
Drehorte |
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Bern, CH; |
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Interlaken, CH; |
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Axalp |
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Bergrün, CH; |
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Bad Tölz, Bayern, D |
Kinostart |
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Januar 2010 (CH) |
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Oktober 2010 (D) |
DVD |
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April 2011 |
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Politsatire: Eigentlich war der "große Kater" (Bruno Ganz), wie alle Welt ihn nennt, mit der Wahl zum Schweizer Bundespräsidenten auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Seit geraumer Zeit aber geht es für den einstigen Erfolgspolitiker nur noch bergab. Seine Ehe mit der wesentlich jüngeren Marie (Marie Bäumer) steckt in einer Sackgasse, seine politischen Entscheidungen stoßen bei Parteigenossen, Bevölkerung und Kirchenvertretern auf offene Ablehnung. Und sein achtjähriger Sohn liegt in einer Krebsklinik und ahnt nicht, dass er den sehnlich erwarteten Familienurlaub am Meer nicht mehr erleben wird. Hin- und hergerissen zwischen privaten Sorgen und politischen Notwendigkeiten beauftragt Kater seinen Pressechef Magun (Justus von Dohnányi), einen Staatsempfang für das spanische Königspaar zu einem Medienspektakel aufzubauschen. Das Treffen soll ihn aus dem Umfragetief holen. Tatsächlich aber will ausgerechnet sein engster Vertrauter Pfiff (Ulrich Tukur) das Ereignis nutzen, um den Präsidenten endgültig zu Fall zu bringen - in der Hoffnung, als strahlender Retter dessen Nachfolge anzutreten. Mit Unterstützung des päpstlichen Nuntius (Edgar Selge) plant er eine perfide Intrige, die Kater emotional zermürben, einen Keil zwischen ihn und Marie treiben und ihn in aller Öffentlichkeit bloßstellen soll. Zunächst scheint der Plan aufzugehen: Das Festbankett zu Ehren des spanischen Königspaares endet in einem lautstarken Eklat. Der "große Kater" ist am Ende - so scheint es zumindest... [ARD, 2018 | Poster/Verleih-CH: Frenetic Films, 2010] || Die Romanverfilmung wirft einen bitterbösen Blick auf die Ränkespiele hinter den politischen Kulissen der Macht. Das 1998 erschienene Buch hat einen autobiographischen Hintergrund: Thomas Hürlimann wurde 1950 als Sohn des späteren Bundespräsidenten Hans Hürlimann in Zug geboren. 1973 wurde Hans Hürlimann in den Bundesrat gewählt und stand während seiner Amtszeit dem Eidgenössischen Departement des Innern vor. Damals war die wirtschaftliche Rezession der Bundeskasse enorm und der Reformwille in der Bildung, in der Kultur und der Sozialversicherung wurde weitgehend gehemmt. Deswegen wirkte Bundesrat Hans Hürlimann eher als Bremser als dass er sich als Wegbereiter profilierte. Der konservative Politiker wurde nie zu den brillanten Bundesräten gezählt. Er stand stets im Schatten des erfolgreichen Kurt Furgler und des beliebten Willi Ritschard, die mit ihm zusammen im Bundesrat sassen. 1979 wurde Hans Hürlimann Bundespräsident und als solcher empfing er, zusammen mit seiner Gattin Marie, das königliche Ehepaar Juan Carlos und Sofia aus Spanien. Er trat 1982 aus der Landesregierung zurück. [e-media] |
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