Marilyn MONROE | Norma Jeane Mortenson/Baker

* 01.06.1926, Los Angeles, USA † 05.08.1962, Los Angeles, USA [tot aufgefunden]

Fotomodell * Kurzzeitverträge bei 20th Century-Fox (1946) und bei Columbia (1948) * ab 1947 kleine Filmrollen * 1950 nach ersten Erfolgen in The Asphalt Jungle und All about Eve wieder unter Vertrag bei 20th Century-Fox * 1952 Aufstieg zum Star mit Niagara und Gentlemen Prefer Blondes * Mitte der 50er Jahre populärstes Pin-up-Girl und nationales Sexsymbol Amerikas * 1954 (mit Milton Greene) Gründung der Produktionsfirma Marilyn Monroe Productions * 1955 nimmt Schauspielunterricht am Actors Studio im New York (um als ernsthafte Schauspielerin akzeptiert zu werden) * stirbt mit 36 an Überdosis Schlaftabletten - genaue Umstände und Todeszeit bleiben bis heute ungeklärt * Genres: Komödie / Drama


"Marilyn was like smoking. I knew she was bad for my health, but I couldn't give her up." | "Working with her was like being a dentist, you know - pulling those lines out like teeth, except the dentist felt the pain. But no matter how much you suffered Miss Monroe, she was totally natural on the screen, and that's what survived. She glowed." Billy Wilder
Die US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin Marilyn Monroe zählt zu den größten Stars des 20. Jahrhunderts. In den 1950er Jahren avancierte sie zum archetypischen Sexsymbol und zur Filmikone. Marilyn verkörperte in ihren Rollen nichts weniger als den Inbegriff von Weiblichkeit und Sinnlichkeit. Sie war das naive und unbeholfene Mädchen in einer von Männern regierten Welt und im Gegensatz zu den männermordenden, hysterischen Vamps des Film-Noir außerdem noch bezähmbar. Marilyn Monroe, geboren als Norma Jeane Mortenson, getauft als Norma Jeane Baker wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles als Tochter der Filmcutterin Gladys Pearl Mortenson geboren. Bereits in ihrer Kindheit galt sie als schwer erziehbar und psychisch labil. Weil auch ihre Mutter mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen hatte, wurde sie bereits als Kleinkind in eine Pflegefamilie gegeben. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr hatte Norma Jean kein stabiles Zuhause und wurde schließlich mit dem fünf Jahre älteren Nachbarn James Dougherty verheiratet. 1943 begann sie in einer Fabrik zu arbeiten und wurde dort 1945 als Fotomodell entdeckt. Schnell etablierte sie sich als beliebtes Pin-Up-Girl und ließ ihre kastanienbraunen Haare strohblond färben. Bereits nach wenigen Wochen wurde sie zum gefragtesten Model der Agentur und zierte zahlreiche Titelblätter unterschiedlicher Zeitschriften. 1946 wurde Monroes erste Ehe geschieden. 1948 erhielt sie bei 20th Century Fox ihren ersten Filmvertrag. Da die Filmgesellschaft ihren Namen für nicht starfähig hielt, entschied sie sich, den Mädchennamen ihrer Mutter, Monroe, anzunehmen. Als Vornamen wählte sie Marilyn. 1954 heiratete Monroe den zwölf Jahre älteren Ex-Baseballstar, Joe D iMaggio, der jedoch unter ihrem Erfolg und ihrer Popularität litt. Während sie sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befand, wünschte er sich eine häusliche Ehefrau. Bereits nach neun Monaten wurde die Ehe wieder geschieden. Zwei Jahre später heiratete sie den Dramatiker Arthur Miller, für den sie zum Judentum konvertierte. Überschattet von drei Fehlgeburten, endete auch diese Ehe nach fünf Jahren. Zu dieser Zeit war Marilyn bereits schwer alkohol- und drogenabhängig. Sie war bei Dreharbeiten kaum fähig, ihren Text zu behalten und so wurde die Zusammenarbeit zur Nervenprobe für alle Beteiligten. Marilyn wollte nichtsdestotrotz als ernsthafte Schauspielerin wahrgenommen werden und bemühte sich um Charakterrollen. Trotzdem blieb ihr mittlerweile ikonisches Äußeres die Hauptmotivation, Marilyn Monroe zu besetzen. Marilyn befand sich nun ständig in ärztlicher und psychotherapeutischer Behandlung. In ihrem letzten Lebensjahr ging sie teilweise zwei Mal am Tag zur Therapie und nahm diverse Medikamente zu sich. In der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 wurde Marilyn von ihrer Haushälterin in Brentwood, Kalifornien tot aufgefunden. Die Todesursache war eine Überdosis des Barbiturats Nembutal in Verbindung mit dem Schlafmittel Chloralhydrat. Die Umstände ihres Todes sind mehr als mysteriös und geben seit 50 Jahren Anlass zu Spekulationen. Die wohl am weitesten verbreitete Theorie beschuldigt Robert Kennedy, den Bruder des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, ihren Tod verschuldet zu haben. Doch auch hier gibt es verschiedene Theorien. Hatte Marilyn eine Affäre mit ihm oder mit seinem Bruder? Hat er selbst sie getötet oder sie zum Selbstmord gezwungen? Hat Marilyn damit gedroht, die Affäre auffliegen zu lassen, weshalb sich gar der Geheimdienst der Angelegenheit angenommen hat? [Presseheft von Who Killed Marilyn?, 2012]

FILMS

Dangerous Years (1947-USA * Arthur Pierson / Evie)
Ladies of the Chorus (Ich tanze in dein Herz, 1948-USA * Phil Karlson / Peggy Martin)
Love Happy (Die Marx Brothers: Love Happy, 1949-USA * David Miller / Grunions Klientin)
The Asphalt Jungle (Asphalt Dschungel, 1949/50-USA * John Huston / Angela Phinlay)
All about Eve (Alles über Eva, 1950-USA * Joseph L. Mankiewicz / Miss Casswell)
The Fireball (Rollschuh-Fieber, 1950-USA * Tay Garnett / Polly)
Hometown Story (1951-USA * Arthur Pierson / Iris Martin)
As Young as You Feel (1951-USA * Harmon Jones / Harriet)
Love Nest (1951-USA * Joseph M. Newman / Roberta Stevens)
Let's Make It Legal (1951-USA * Richard Sale / Joyce Mannering)
Clash by Night (Vor dem neuen Tag, 1951/52-USA * Fritz Lang / Peggy)
Don't Bother to Knock (Versuchung auf 809, 1951/52-USA * Roy Ward Baker / Nell Forbes)
We're Not Married! (Wir sind gar nicht verheiratet, 1952-USA * Edmund Goulding / Annabel Norris)
O. Henry's Full House (Fünf Perlen, 1952-USA * Henry Koster / Straßenmädchen in The Cop and the Anthem)
Episodenfilm
# Monkey Business (Liebling, ich werde jünger, 1952-USA * Howard Hawks ... Lois Laurel) (03-04; 5209)
Niagara (Niagara, 1952-USA * Henry Hathaway / Rose Loomis)
# Gentlemen Prefer Blondes (Blondinen bevorzugt, 1952/53-USA * Howard Hawks ... Lorelei Lee) (11-01/+02; 5307)
# How to Marry a Millionaire (Wie angelt man sich einen Millionär?, 1953-USA; R: Jean Negulesco, B: Nunnally Johnson, K: Joseph MacDonald, ML: Alfred Newman, D: Betty Grable, MM-Pola Debevoise, Lauren Bacall) 96m-Komödie (03-04; 5311)
River of No Return (Fluß ohne Wiederkehr, 1953-USA * Otto Preminger / Kay Weston)
There's No Business Like Show Business (Rhythmus im Blut, 1954-USA * Walter Lang / Vicky)
# The Seven Year Itch (Das verflixte 7. Jahr, 1954-USA * Billy Wilder ... Mädchen) (Bühnenstück von George Axelrod) (09-11/+01; 5506)
Bus Stop (Bus Stop, 1956-USA * Joshua Logan / Cherie)
The Prince and the Showgirl (Der Prinz und die Tänzerin, 1956-GB * Laurence Olivier / Elsie Marina)
Some Like It Hot (Manche mögen's heiß, 1958-USA * Billy Wilder / Sugar "Kane" Kowalczyk)
# Let's Make Love (Machen wir's in Liebe, 1960-USA * George Cukor ... Amanda Dell) (6008)
The Misfits (Nicht gesellschaftsfähig, 1960-USA * John Huston / Roslyn Taber)

AWARD

Golden Globe für Some Like It Hot (beste Darstellerin – Kategorie Musical/Komödie, 1960)

BOOKS

Marilyn Monroe: My Story. New York: Stein and Day, 1974
Michael Conway, Mark Ricci: The Films of Marilyn Monroe. Secaucus: Citadel Press, 1972
+ Marilyn Monroe. München: Goldmann, 1984
Joan Mellen: Marilyn Monroe. New York: Galahad Books/Pyramid, 1973
+ Marilyn Monroe: ihre Filme, ihr Leben. München: Heyne, 1997
Anthony Summers: Goddess: The Secret Lives of Marilyn Monroe. [London]: Victor Gollancz, 1985
+ Marilyn Monroe: die Wahrheit über ihr Leben und Sterben. Frankfurt/M.: Fischer, 1988
Fred Lawrence Guiles: Norma Jeane: The Life and Death of Marilyn Monroe. London: Granada, 1985
Maurice Perisset: Marilyn Monroe: sa vie, ses films et son mystère. Paris: Garancière, 1985
Carl E. Rollyson, Jr: Marilyn Monroe: A Life of the Actress. Ann Arbor: UMI Research Press, 1986
Eve Arnold: Marilyn Monroe: An Appreciation. [London]: Hamish Hamilton, 1987
Sandra Shevey: The Marilyn Scandal: Her True Life Revealed by Those Who Knew Her. London: Sidgwick & Jackson, 1987
Graham McCann: Marilyn Monroe. Cambridge/Oxford: Polity Press/Basil Blackwell, 1988
Serge Antibi: Marilyn Monroe: révélations et passion. Lausanne: Favre, 1988
Olivier Dazat: Marilyn Monroe. Paris: Seghers, 1989
Randall Riese, Neal Hitchens: The Unabridged Marilyn: Her Life from A to Z. [?]: Corgi Books, 1988
Maurice Zolotow: Marilyn Monroe. New York: Harper & Row, 1990
Susan Doll: Marilyn: Her Life and Legend. London: Omnibus Press, 1990
+ Marilyn: Leben und Legende. Erlangen: Müller, 1991
James Haspiel: Marilyn: The Ultimate Look at the Legend. London: Smith Gryphon, 1991
+ Mythos Marilyn. Berlin: Henschel, 1996
Neil Grant [Hg.]: Marilyn in Her Own Words. London: Pyramid, 1991
+ Marilyn mit ihren eigenen Worten. München: Orbis, 1992
Donald Spoto: Marilyn Monroe: The Biography. London: Chatto & Windus, 1993
Jay Harrison: Marilyn. Paris: Solar, 1993
George Barris: Marilyn: Her Life in Her Own Words. London: Headline, 1995
Ruth-Esther Geiger: Marilyn Monroe. Reinbek: Rowohlt, 1995
Barbara Leaming: Marilyn Monroe. London: Weidenfeld & Nicolson, 1998
+ Marilyn Monroe: die Biographie jenseits des Mythos. München: Herbig, 1999
Adam Viktor: Marilyn-Monroe-Enzyklopädie. Köln: Könemann, 2000 [deutsche Übersetzung]

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