credits |
Regie |
: |
Peter Schamoni |
Drehbuch |
: |
Peter Schamoni
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Drehbuchmitarbeit |
: |
Hans A. Neunzig |
Kamera |
: |
Gérard Vandenberg |
Musik |
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Produktion |
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© Peter Schamoni-Film |
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Clara Wieck |
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Nastassja Kinski |
Robert Schumann |
.. |
Herbert Grönemeyer |
Friedrich Wieck |
.. |
Rolf Hoppe |
Felix Mendelssohn |
.. |
André Heller |
Baron von Fricken |
.. |
Bernhard Wicki |
Niccolò Paganini |
.. |
Gidon Kremer |
Mutter Schumann |
.. |
Edda Seippel |
Christel |
» |
Margit Geissler |
Clemenza Wieck |
.. |
Inge Marschall |
Fürstin Starnitz |
» |
Kitty Mattern |
Clara Wieck (als Kind) |
.. |
[Anja-]Christine Preussler |
Ernestine von Fricken |
» |
Sonja Tuchmann |
Gerichtspräsident |
.. |
Wolfgang Greese |
Karl Banck |
» |
Gunter Krää |
Becker |
.. |
Uwe Müller |
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Länge |
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103m (c) |
Drehzeit |
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August-Oktober 1982 |
Drehorte |
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Sachsen; |
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Sachsen-Anhalt |
Studio |
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Ufa-Atelier, Berlin |
Kinostart |
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April 1983 |
DVD |
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April 2006 |
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Liebesdrama: Der Student Robert Schumann hört fasziniert den berühmten Geiger Paganini und beschließt, der "Paganini des Klaviers" zu werden. Der Musik gehört schon seit Kinderzeiten seine Leidenschaft, sein Jurastudium ödet ihn an. Friedrich Wieck, der in Leipzig einen Piano- und Musikalienhandel betreibt, wird sein Lehrer und väterlicher Freund. Wiecks größte Leidenschaft aber ist seine elfjährige Tochter Clara. Er hat sie von früh an als Konzertpianistin ausgebildet und reist mit dem "Wunderkind" von einem erfolgreichen Konzert zum nächsten. Wie bei Clara so gibt sich Wieck auch bei Robert sehr autoritär und verlangt, dass die Fantasie schweigen soll. Doch ein Missgeschick kommt Roberts Pianistenplänen in die Quere: Die Überanstrengung und schließliche Lähmung des Mittelfingers der rechten Hand führt dazu, dass er sich nun ganz dem Komponieren zuwendet. Er schreibt zunächst vorwiegend fürs Klavier und natürlich für Clara, die ihn als ihren besten (und einzigen) Freund bezeichnet. Geld verdient Robert Schumann kaum. Der Verleger Härtel hält ihm vor, dass seine Musik zu kompliziert sei - mehr Spuk als spielbare Musik. Mit einer Musikzeitschrift hält sich Schumann über Wasser, Clara aber spielt auf ihren Konzerten immer wieder seine Musik. Auch an ihrem 16. Geburtstag spielt sie vor Musikfreunden, aber vor allem ist es der Tag, an dem die beiden, schon lange seelenverwandt, sich zum ersten Mal küssen. Es ist eine leidenschaftliche Liebe, die Vater Wieck natürlich nicht verborgen bleibt. Er selbst liebt seine Tochter im Übermaß, er will sie nicht hergeben, schon gar nicht an einen Komponisten von zweifelhafter wirtschaftlicher Existenz, einem "Halbgenie und Viertelfaust". Wieck schickt seine Tochter zum Gesangsstudium nach Dresden, als das nichts hilft, verbietet er ihr den Umgang mit ihm: "Robert Schumann hat aufgehört zu existieren", schreit er. Wenig später schickt sie Robert die Briefe zurück, spielt aber im Gewandhaus sein neuestes Werk. Über die Musik korrespondieren sie. Sie spielt seine Stücke, auch als sie in Wien mit 18 Jahren zur "Kaiserlich-königlichen Kammervirtuosin" ernannt wird. Dann versucht es Vater Wieck noch einmal bei Schumann, er soll auf Clara der Musik wegen verzichten. Doch die Liebe zwischen ihnen ist so groß, dass Clara es hinnimmt, dass sie der geliebte Vater aus dem Haus wirft - ohne ihren Flügel, ohne den kleinsten Anteil an ihren Konzerteinnahmen. Um zu heiraten, brauchen die beiden die Erlaubnis des Vaters. Als er sie nicht erteilt, rufen sie das Gericht an. Friedrich Wieck lässt zur Verhandlung nichts unversucht, um Robert zu verleumden. Das Gericht erteilt die Eheerlaubnis, immerhin ist Robert inzwischen die Ehrendoktorwürde der Universität Jena verliehen worden. Einen Tag vor Claras 21. Geburtstag heiraten sie in einer Dorfkirche bei Leipzig. Ein Jahr später lässt Robert Schumann ihre große Liebe in der "Frühlingssinfonie" erklingen. [BR, Juni 2011 | Poster/Verleih: Warner-Columbia, 1983] || Dass der westdeutsche Regisseur Peter Schamoni seinen Film 1982 an Originalschauplätzen in der DDR drehen konnte, galt als "kleine Kulturrevolution". |
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