Stab |
Drama:
Der Russe Akiva Liebskind (Michel Piccoli) ist unangefochtener Weltmeister im Schachspiel. Nun aber steht ihm sein wohl schwierigstes Duell bevor: Sein Landsmann, Großmeister Pavius Fromm (Alexandre Arbatt), dem die Flucht nach Westeuropa geglückt ist, fordert ihn zu einem Titelkampf heraus. Trotz eines kürzlich erlittenen Herzinfarkts nimmt Liebskind die Herausforderung an. Auf neutralem Boden, in Genf, treffen die beiden Kontrahenten aufeinander. Für die russische Seite hat das Duell auch große politische Bedeutung: Beim Schach, dem symbolischen Kriegsspiel der Könige, soll der russische Meister den Dissidenten in die Schranken weisen. Die Regeln des Matchs sind einfach. Wer als Erster sechs Partien gewonnen hat, geht als Weltmeister aus dem Titelkampf hervor. Sowohl Fromm als auch Liebskind bereiten sich akribisch auf die Begegnung vor. Mit ausgeklügelten Taktiken, aber auch mit psychologischen Tricks versuchen sie, den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Während der introvertierte Liebskind sich keinerlei Schwäche oder Unsicherheit anmerken lässt, gibt der temperamentvolle Fromm sich betont jovial und rebellisch. So provoziert er den Weltmeister immer wieder, indem er zu spät zum Beginn des Turniers erscheint, was beinahe zum vorzeitigen Abbruch eines Spiels führt. Dann wiederum glaubt Fromm, Liebskind wolle ihn mit Hilfe eines Hypnotiseurs manipulieren. Als Fromm nach einer Reihe aufreibender Partien mit fünf zu drei Punkten in Führung geht, geraten Liebskinds Hintermänner in Panik. Um die Selbstsicherheit und Konzentration des Herausforderers zu brechen, lassen sie seine Frau (Liv Ullmann), die er bei seiner Flucht zurücklassen musste, aus Russland einfliegen. Aber noch bevor das Turnier in die entscheidende Runde geht, bricht der angeschlagene Liebskind zusammen. Das Duell wird abgebrochen, Fromm bekommt den Weltmeister-Titel zugesprochen. Aber mit einem solch würdelosen Sieg will er sich nicht zufriedengeben. Heimlich sucht er Liebskind im Krankenhaus auf - für ein letztes Turnier... [ARD-Info | occ] |
Regie |
Richard Dembo |
Drehbuch |
Richard Dembo |
Kamera |
Raoul Coutard |
Musik |
Gabriel Yared |
Produktion |
Martine Marignac |
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Arthur Cohn |
>> |
Cécilia (Films) |
>> |
Michaël Arthur Film |
Rolle |
Darsteller |
Akiva Liebskind |
Michel Piccoli |
Pavius Fromm |
Alexandre Arbatt |
Marina |
Liv Ullmann |
Henia Liebskind |
Leslie Caron |
Puhl |
Bernhard Wicki |
Miller |
Jean-Hugues Anglade |
Kerossian |
Michel Aumont |
Fadenko |
Serge Avedikian |
Stuffli |
Jacques Boudet |
Yachvili |
Pierre Michaël |
Tac-Tac |
Daniel Olbrychski |
Felton |
Wojciech Pszoniak |
Barabal |
Benoît Régent |
Foldes |
Hubert Saint-Macary |
Dalcroze |
Albert Simono |
Anton Heller |
Pierre Vial |
Länge |
95/110m (c) |
Drehzeit |
August-? 1983 |
Drehorte |
Paris, F; |
|
Genf, CH |
Kinostart |
April 1984 (F) |
DVD |
- |
> bester fremdsprachiger
Film [Oscar]
> Prix Louis Delluc für Richard Dembo |
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